Süße Lust oder Last?

Wer abnehmen möchte oder sich gesünder ernähren möchte, stößt sehr schnell auf den Tipp, seinen Zuckerkonsum einzuschränken oder gar auf Zucker zu verzichten.
Aber viele Menschen lieben es süß- ich auch!Zucker wird häufig für die Gewichtszunahme verantwortlich gemacht. Weiterhin werden ihm negative Auswirkungen auf die Gesundheit nachgesagt. Angefangen bei Karies bis hin zur Zuckersucht.
(Dabei möchte ich aber zur Vollständigkeit anmerken, dass Zucker nicht gleich Zucker ist. Es gibt Einfachzucker, Zweifachzucker und Mehrfachzucker.)Ich finde es schwierig, wenn beim Abnehmvorhaben ein Lebensmittel, eine Lebensmittelgruppe oder gar eine Geschmacksrichtung tabuisiert wird. Idealerweise soll die neu erworbene Ernährung ja nicht nur beim Abnehmen dienlich sein, sondern auch darüber hinaus gelebt werden.

Was heißt das nun für den Alltag und das Abnehmen?

Ich habe meinen Zuckerkonsum stark eingeschränkt und schaue auch beim Einkaufen darauf, dass ich keinen versteckten Zucker kaufe. Dabei hat Zucker viele Namen. Süßstoffe meide ich auch.

Gerade im Fruchtjoghurt steckt immer Zucker oder Zuckeraustauschstoffe. Ich kaufe Naturjoghurt und gebe frisches Obst dazu.

Selbst in Wurst ist Zucker. Hier habe ich aber keine Alternativen gefunden. Wenn man beim Metzger Wurst kauft, kann man nachfragen.

Statt Limonade trinke ich Saftschorlen. Im Verhältnis 3:1 (3 Teile Wasser, 1 Teil Saft). Allerdings trinke ich auch nicht nur Saftschorle, sondern 1 Glas pro Tag.
Mittlerweile schmeckt mir Limonade gar nicht mehr. Hin und wieder trinke ich ein Glas davon und komme immer wieder zu dem Ergebnis, dass ich es gar nicht mehr mag.

Bitterschokolade war für mich einst die Schokolade zum Abgewöhnen. Inzwischen esse ich Bitterschokolade (Kakaoanteil mind. 70%) richtig gerne. Vorteil daran ist, dass diese Schokolade weniger Zucker enthält. Ich kann davon auch keine ganze Tafel essen, sondern nur ein paar Stückchen.
Gummibärchen esse ich gar nicht mehr. Früher habe ich davon täglich und viel gegessen. Aber ob ihr es glaubt oder nicht: Sie fehlen mir nicht. Auch wenn sie auf dem Tisch stehen, esse ich sie nicht.

Als Süßungsmittel verwende ich meist Agavendicksaft. Er ist neutral im Geschmack und löst sich schnell auf. Man kann ihn wohl auch zum Backen verwenden, aber das habe ich bisher noch nicht ausprobiert.
Ebenso kann man mit Honig süßen und backen. Dabei hat Honig allerdings einen Eigengeschmack, den man mögen muss.
Zudem habe ich einen Bäcker gefunden, der eine Produktlinie hat, in der nur mit Honig gesüßt wird.

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Und wer darf die Suppe wieder auslöffeln? :-)

In den letzten Wochen gab es hier nichts zu lesen. Ich hatte viel zu tun.

Das hat sich auch beim Essen gezeigt. Meine zuvor beschriebenen Strategien, wie ich mit Stress umgehe, habe ich leider in den letzten Wochen nicht effektiv nutzen können 🙂

Ich habe mich teilweise richtig ausgelaugt gefühlt und habe dann gerne zu dem gegriffen, was meine Kollegen hingestellt haben. Von süß habe ich gar nicht genug bekommen. Von maßvoll genießen konnte man hier nicht sprechen.

Gerade in der letzten Woche hätte ich mich von Kuchen ernähren können.

Eine Kollegin lud zur Bergischen Kaffeetafel ein. Diese besteht aus Waffeln mit Milchreis, Kirschen, Sahne, Stuten, Butter, Marmelade, dunkles Brot, Käse, Wurst.

Statt mit einem Vollkornbrot mit Käse zu starten und dann eine Waffel mit Milchreis zu genießen, aß ich zwei knusprige Waffeln mit Milchreis, Kirschen und Sahne.

Gut habe ich mich dabei nicht gefühlt. Ich hatte kein schlechtes Gewissen, aber ich habe gemerkt, dass mir das, was ich gerade esse oder viel mehr die Menge, nicht gut tut.

Um aus dieser Süßphase herauszukommen, habe ich von Samstag bis Sonntagmittag Suppentage eingelegt und mir viel Schlaf gegönnt. Es gab verschiedene Gemüsesuppen, Gemüsesaft, Tee und Wasser. Insgesamt hat es mir sehr gut getan und es war gut auszuhalten. Ich habe dabei keine Süßlust verspürt. Kaffee hat mir gefehlt und ich war sehr müde.

Das Brötchen mit Quark und Gurke habe ich anschließend richtig genossen!

Die Gemüsesuppen haben mich auf den Geschmack gebracht. Ich werde nun wieder häufiger Suppen kochen.